Klein, präzise und individuell anpassbar
– das beschreibt moderne Hörgerätebauteile perfekt. Gerade in der Hörtechnik, wo jedes Detail zählt, zeigt die additive Fertigung (3D-Druck) eindrucksvoll, was technologisch möglich ist. Statt teurer Spritzgusswerkzeuge ermöglicht sie die wirtschaftliche und flexible Herstellung kleinster Bauteile – ideal für Kleinserien oder individualisierte Lösungen.
Ein Beispiel dafür ist die Fertigung von Mikrofon- und Akustikeinheiten für die Soundperience GmbH. Hier wurden eine Platinenaufnahme mit Mikrofon (das sogenannte „Semi-Module“) sowie der zugehörige Antennenrahmen mittels SLA-3D-Druck aus schwarzem Formlabs Standard Resin präzise produziert. Diese Komponenten werden direkt in Hörgeräten verbaut und erfüllen höchste Anforderungen an Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität.
Warum additive Fertigung den Spritzguss in der Hörtechnik ergänzt
Der Spritzguss ist bei hohen Stückzahlen nach wie vor Standard – doch in der Hörtechnik sind Kleinserien und Sonderanfertigungen häufig gefragt. Die Werkzeugkosten und langen Vorlaufzeiten des Spritzgusses machen sich hier schnell negativ bemerkbar.
3D-Druckverfahren wie SLA (Stereolithografie) bieten dagegen:
- hohe Präzision selbst bei winzigen Bauteilen,
- minimale Entwicklungszeiten,
- und völlige Gestaltungsfreiheit für komplexe Geometrien.
So können Bauteile innerhalb weniger Tage statt Wochen gefertigt und getestet werden – ein entscheidender Vorteil in der Produktentwicklung und Kleinserienfertigung.
Präzision im Detail: Umsetzung im SLA-Verfahren
Die Fertigung der Bauteile im SLA-Druck stellte besondere Anforderungen an Genauigkeit und Prozessführung. Einzelteile ließen sich problemlos herstellen, doch beim Druck ganzer Serien auf einer Bauplatte traten anfangs leichte Verformungen durch Strömungseffekte im Harzbad auf.
Die Lösung lag in der gezielten Anordnung und Platzierung von Stützstrukturen (Supports). Dadurch konnten sämtliche Komponenten stabil gefertigt werden – bei gleichbleibend hoher Präzision und Maßhaltigkeit.
Vorteile des 3D-Drucks in der Hörgerätefertigung
Die additive Fertigung bietet in der Hörtechnik entscheidende Vorteile:
- Wirtschaftlich: Kein Werkzeugbau nötig – ideal für Kleinserien oder Prototypen
- Präzise: Hochkomplexe Mikrobauteile mit feinen Toleranzen realisierbar
- Flexibel: Geometrien und Designs lassen sich kurzfristig anpassen
- Schnell: Von der Idee zum funktionalen Bauteil in kürzester Zeit
Gerade bei maßgeschneiderten Hörlösungen ermöglicht 3D-Druck eine neue Dimension an Individualisierung – von Gehäusen über akustische Komponenten bis hin zu elektronischen Aufnahmen.
Jetzt Ihr Hörgeräteprojekt additiv umsetzen
Ob Prototypen, Funktionsmuster oder Kleinserien – additive Fertigung eröffnet neue Möglichkeiten in der Hörgeräte- und Medizintechnik. Wir unterstützen Sie von der Bauteilprüfung über die Materialauswahl bis zur präzisen Serienfertigung.
Starten Sie jetzt Ihr 3D-Druck-Projekt in der Hörtechnik – wirtschaftlich, präzise und flexibel.
Kontaktieren Sie uns, um gemeinsam die optimale Lösung für Ihre Anwendung zu entwickeln.



Kontakt
Email